Viele Frauen überfordern sich und sind oft erschöpft. In diesem Zusammenhang hört man immer öfter das Wort “Selbstfürsorge”. Aber was bedeutet Selbstfürsorge eigentlich?
In den Medien wird das Thema leider oft etwas platt dargestellt: Man soll ein Schaumbad nehmen oder zur Pediküre gehen… Für mich ist das keine echte Selbstfürsorge!

Selbstfürsorge heißt sich selbst zu sehen

Selbstfürsorge, oder Self-Care heißt, dass man eine eigenen Bedürftnisse, Gefühle und seine Erschöpfung wahrnimmt und sie nicht zur Seite schiebt. Selbstfürsorge muss nicht unbedingt Geld kosten und dauert auch gar nicht lang. Jede Mama kann Selbstfürsorge praktizieren!

Ja, auch ich würde gerne mal ein ausgiebiges Wellness-Wochenende ohne Kinder machen, aber aus verschiedenen Gründen ist das für uns leider nicht umsetzbar. Ich hab es ja noch nichtmal geschafft in Ruhe ein Magazin zu lesen. Aber genau da lag mein Fehler!

Jede Mutter nimmt sich vor “mal was für sich” zu tun. Aber dann türmen sich die Wäscheberge, die Kinder müssen zum Sport und in der Arbeit ist auch viel zu tun. Gerade für berufstätige Mütter ist es echt schwierig Zeit für sich selbst zu finden. Selbstfürsorge scheint da nur wie ein weiterer Punkt auf der sowieso schon viel zu langen To-Do Liste.

Wenn man sowieso schon keine Zeit hat, dann noch Zeit freizuschaufeln nur um “mal zu Entspannen” ?! Das macht auf den ersten Blick keinen Sinn und scheint total unproduktiv.

Burnout: Das kann auf Dauer keiner durchhalten

Noch vor einem Jahr war ich auch so drauf: Als berufstätige Mutter mit zwei kleinen Kindern hatte ich immer mega viel zu tun und wußte oft nicht wie ich alles schaffen sollte. Ich versuchte so effizient wie möglich zu sein. Nur ich selbst war immer am wenigsten wichtig. Meine eigenen Bedürftnisse mussten ganz hinten anstehen.

Aber genau so fährt man sich voll gegen die Wand: Burnout! Ich war immer müde, geistig und emotional total erschöpft und irgendwas war immer zu tun.

Irgendwann ging es einfach nicht mehr und ich musste etwas ändern. Ich musste MICH ändern! Ich musste lernen meine Self-Care-Erholungszeit fest einzuplanen und mir die Zeit dafür einfach zu nehmen! Ich fing an mir bewußt kleine Mini-Erholungsmomente im Alltag zu schaffen. Als ich das gelernt habe hat sich für mich alles geändert!

Ich musste mir selbst erlauben, dass auch mal was liegenbleiben darf ohne dass ich mich schlecht fühle und dass ich es nicht immer allen recht machen muss. Genau das ist Selbstfürsorge!

Selbstfürsorge ist keine Auszeit vom Alltag, sie soll Teil des Alltags sein!

Selbstfürsorge bedeutet nicht, aus dem Alltag zu flüchten! Es geht eher darum Selbstfürsorge so in den Alltag zu integrieren, dass sie ein selbstverständlicher Teil deines Lebens ist und sich in vielen kleinen Handlungen wiederspiegelt.

Sicher ist “ein Shopping-Nachmittag mit einer Freundin” oder “ein Abendessen im Restaurant ohne Kinder” auch Selfcare. Aber in der Realität leider so aufwendig zu organisieren (Babysitter usw), dass man es dann oft gar nicht schafft.

Setz dir kleine, realistische Self-Care Ziele

Deine Gesundheit und dein Wohlbefinden kannst Du NICHT verbessern, indem du alle 3 Wochen mal zum Yoga gehst. Was dir wirklich helfen kann aus der Tretmühle und dem Dauerstress rauszukommen sind kleine Mini-Gewohnheiten, die du auch im größten Stress jeden Tag irgendwie in deinen Tag einbauen kannst.

Self Care funktioniert nicht nach dem “Ganz-oder-Gar-Nicht” Prinzip! Warte nicht bis du endlich mal Zeit für dich hast! 5 Minuten auf einer Parkbank sitzen und den Vögeln zuschauen zählt auch als Selbstfürsorge! Das meine ich ernst!

  • Du würdest gerne mehr Sport machen? Dann mach jeden Morgen 2 Minuten Streching wenn Du aufstehst!
  • Du würdest gerne auf ein Konzert gehen? Dann nimm dir 5 Minuten, setz dich aufs Sofa und genieße dein Lieblingslied!
  • Du möchtest gerne Wandern gehen? Dann steig eine Station früher aus und geh ein Stück zu Fuß!

Eine Mini-Auszeit ist immer drin

Was tut dir gut? Was hilft dir zu entspannen? Schaffe dir solche kleinen Mini-Auszeiten und versuche diese jeden Tag konsequent in deinen Alltag einzubauen. Du wirst sehen: Auch kleine Gewohnheiten können einen riesen Effekt auf deine Stimmung haben!

Motivation

Es gibt keine Ausrede: Für eine Mini-Auszeit ist immer Zeit! Und wenn Du erstmal ein paar Tage lang hintereinander deine Mini Auszeit genommen hast, dann willst Du gar nicht mehr damit aufhören!

Gewohnheit

Wenn wir etwas oft genug wiederholen, dann wird eine Gewohnheit daraus. Schon nach 21 Tagen kann eine neue Aktivität zur Gewohnheit werden – So lange braucht es bis unser Unterbewußtsein neu programmiert ist.

Der Compound Effect

In seinem Buch “Die Gewinner Formel“* beschreibt Autor Darren Hardy das Prinzip, wie  man große Erfolge durch eine Reihe von kleinen, smarten Entscheidungen erzielen kann. Das ist der Der Compound Effect.

10 Minuten täglich aktiv in sein Wohlbefinden zu investieren scheint fast schon lachhaft einfach. Aber es ist wie beim Zinses-Zins: Der Effekt, den man damit erzielen kann ist enorm!

8 Ideen für kleine Selbstfürsorge Mini Auszeiten:

  • Nimm dir Zeit und höre dein Lieblingslied von Anfang bis zum Ende ohne nebenher was anderen zu machen
  • Meditiere für 5-10 Minuten zB mit meiner kurzen Strand Meditation
  • Geh mal vor die Tür: Frische Luft und Vitamin D tun dir gut!
  • Wiederhole eine positive Affirmation wärend du Hausarbeit machst. zB “ich bin meinen Kindern ein Vorbild: Ich lasse mich nicht stressen!”
  • Lebe den Moment in dem du dir Zeit nimmst an einer Blume zu riechen oder andere schöne Kleinigkeiten im Alltag wahrnimmst.
  • Hör dir einen Podcast an der dich inspiriert oder dich in gute Stimmung versetzt.
  • Suche ein 10 Minuten Yoga Video auf Youtube raus und roll die Matte im Wohnzimmer aus.
  • Geh eine halbe Stunde früher schlafen.

Sei nett zu dir und nimm deine Bedürftnisse wahr! Wenn Du ausgeglichener und glücklicher bist, profitieren vor allem auch die Kinder davon. Und geh es langsam an! Wähle für die nächste Woche eine Mini-Auszeit aus die dir Freude macht und lege eine Zeit fest wann du sie nehmen wirst!

Kennst Du jemanden, die auch eine Auszeit braucht?
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